Cross-Channel-Marketing ist kein neues Schlagwort. Und doch ist es oft nicht ausreichend erklärt. In vielen Fällen wird darunter schlicht das Verbreiten derselben Inhalte auf mehreren Kanälen verstanden. Dabei liegt die eigentliche Qualität nicht in der Menge, sondern in der Abstimmung. Es geht darum, wie Kommunikation sich vernetzt, wie Touchpoints aufeinander aufbauen, wie Inhalte sich ergänzen und wie sie ein konsistentes Markenbild erzeugen.
Was ist Cross-Channel-Marketing überhaupt?
Cross-Channel-Marketing beschreibt eine Kommunikationsstrategie, bei der Inhalte über verschiedene Kanäle hinweg aufeinander abgestimmt werden. Ziel ist es, Kundenerlebnisse zu schaffen, die nicht nur punktuell funktionieren, sondern sich ergänzen und wiederholen – ohne sich zu wiederholen. Die Website verweist auf ein Social-Media-Event, das zur Landingpage führt, die wiederum im Newsletter vertieft wird. Oder: Eine Printanzeige erzeugt Aufmerksamkeit, die durch gezieltes Retargeting digital übersetzt wird. Wichtig ist, dass sich Sprache, Gestaltung, Tonalität und Aussagen durchziehen.
Warum ist das wichtig?
Weil Ihre Zielgruppen kanalübergreifend denken und handeln. Niemand folgt heute einer linearen Customer Journey. Aufmerksamkeit, Recherche, Vergleich, Entscheidung und Bindung verlaufen hüpfend, springend, gleichzeitig. Wer das versteht, plant Kommunikation nicht mehr entlang einzelner Kanäle, sondern entlang von Erlebnispfaden. Cross-Channel-Marketing schafft diese Erlebnispfade – mit Wiedererkennbarkeit, Klarheit und Vertrauen.
Welche Elemente braucht eine Cross-Channel-Strategie?
Klare Positionierung: Nur wer seine Markenidentität kennt, kann sie über Kanäle hinweg konsistent transportieren. Dazu gehören: Mission, Werte, Tonalitat, Bildwelt, Sprache.
Zielgruppen-Verständnis: Nicht jede Botschaft funktioniert überall gleich. Aber jede Botschaft muss anschlussfähig sein. Personas helfen dabei, Bedürfnisse und Erwartungen pro Kanal zu konkretisieren.
Medienspezifik: Jedes Medium hat eigene Regeln. Ein Printartikel braucht Tiefe, ein Social-Media-Post muss schnell funktionieren. Wichtig ist, die Botschaft anzupassen, ohne sie zu verbiegen.
Inhaltliche Dramaturgie: Wer alles auf einmal sagt, wird nicht gehört. Wer gut plant, kann Inhalte stückeln, staffeln, verknüpfen. Cross-Channel ist nicht: alles gleichzeitig. Es ist: alles aufeinander bezogen.
Gestaltungssystem: Farben, Typografie, Bildsprache, Logos. Je stabiler das visuelle System, desto flexibler kann es genutzt werden.
Prozess & Tools: Gute Kommunikation braucht Zeit, Koordination und Feedback. Mit einem Redaktionsplan, klaren Zuständigkeiten und einem abgestimmten Toolset (z. B. für Planung, Asset-Verwaltung, Ausspielung und Analyse) lassen sich Inhalte effizient steuern.
Wie erkenne ich, wie gut meine Marke bereits crossmedial aufgestellt ist?
Ein guter erster Schritt ist eine systematische Bestandsaufnahme Ihrer aktuellen Kommunikationsmaßnahmen. Prüfen Sie: Sind Ihre Kanäle inhaltlich und visuell aufeinander abgestimmt? Gibt es Wiedererkennungseffekte zwischen Website, Social Media, Print und anderen Formaten? Und vor allem: Wird Ihre Marke kanalübergreifend als einheitlich wahrgenommen?
Stellen Sie sich dafür folgende Fragen:
- Wird dieselbe Botschaft auf allen Kanälen in angepasster, aber konsistenter Weise kommuniziert?
- Erleben Nutzer*innen beim Wechsel zwischen Kanälen eine logische inhaltliche Verbindung oder eher Brüche?
- Gibt es einen klaren roten Faden in Tonalität, Gestaltung und Storytelling?
- Wie gut funktionieren Verlinkungen und Querverweise – etwa vom Instagram-Post zur Landingpage, vom Newsletter zum Podcast, vom Event zur E-Mail-Kommunikation?
Auch externe Feedbacks, z. B. aus Nutzerinterviews oder der Markenwahrnehmung im Social Listening, geben Aufschluss. Und: Analytics-Daten helfen dabei, Touchpoints zu bewerten – etwa Absprungraten beim Kanalwechsel oder Conversionpfade, die sich über mehrere Medien erstrecken. Wer hier Muster erkennt, weiß schnell, wo Kommunikation gut verzahnt ist – und wo noch Reibungsverluste entstehen.
Was ist das Ergebnis?
Im besten Fall: eine Marke, die nicht springt, sondern leitet. Eine Kommunikation, die nicht addiert, sondern multipliziert. Inhalte, die nicht isoliert wirken, sondern sich gegenseitig stärken. Und ein Eindruck, der bleibt, weil er sich überall ähnlich anfühlt.
Wer das schafft, gewinnt nicht nur Reichweite, sondern Vertrauen. Und das ist die Währung, um die es am Ende geht.
Komplexes Thema – mit dem richtigen Partner gut umsetzbar
Cross-Channel-Marketing klingt in der Theorie oft einfacher, als es in der Praxis ist. Denn es geht nicht nur um saubere Gestaltung oder cleveren Content, sondern um strategisches Denken, klare Prozesse und eine konsequente Umsetzung über viele Schnittstellen hinweg. Das kostet Zeit, erfordert Know-how und scheitert nicht selten an zu knappen Ressourcen im Alltag.
Genau hier setzen wir als Agentur an. Achtender begleitet Marken dabei, ihre Kommunikation gezielt weiterzuentwickeln: strategisch fundiert, visuell konsistent, kanalübergreifend vernetzt. Ob Analyse des Status quo, Entwicklung eines Cross-Channel-Konzepts oder operative Unterstützung in Redaktion, Gestaltung und Technik. Wir denken mit, mit Weitblick und mit Wirkung. Sprechen Sie uns gerne an.
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